Trümmerbahn Nürnberg, Historische Eisenbahn in Forsthof, Deutschland.
Die Trümmerbahn Nürnberg war ein Schmalspurbahnensystem zum Abtransport von Schutt nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Netz umfasste etwa 17 Kilometer Stammgleise und 3 Kilometer Nebengleise, die mit Dampflokomotiven und Kipploren Trümmer durch verschiedene Stadtteile beförderten.
Das Netzwerk wurde 1946 eröffnet und betrieb bis 1950 und diente der Beseitigung von Trümmern aus Nürnbergs historischer Altstadt. Die Stadt hatte im Krieg schwere Zerstörungen erlitten und brauchte diese Infrastruktur, um die riesigen Mengen an Schutt abzutransportieren.
Die Bahnwartungsanlage am Valznerweiher, wo Lokomotiven Reparaturen und Versorgung erhielten, gehört heute zum Sportgelände des 1. FC Nürnberg.
Das Gelände ist heute nicht mehr als aktive Eisenbahnanlage in Betrieb. Besuchende können einzelne erhaltene Abschnitte und Relikte an verschiedenen Orten in der Stadt entdecken, etwa bei Valznerweiher.
Kriegsgefangene übernahmen den Großteil der Beladungsarbeit statt der später berühmten Trümmerfrauen. Die lokale Bevölkerung wurde auch zur Arbeit verpflichtet und musste 50 Stunden Dienst pro Person leisten.
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