Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Pfarrkirche in Weilheim in Oberbayern, Deutschland.
Mariä Himmelfahrt ist eine katholische Pfarrkirche am Marienplatz in Weilheim in Oberbayern. Ihr quadratischer Turm aus rauen grauen Steinblöcken mit Uhr und umlaufender Balustrade steht neben einem weiß verputzten Langhaus mit rotem Ziegeldach und hohen Bogenfenstern. Der Baukörper ist etwa 45 Meter lang und 25 Meter breit.
Ein gotischer Vorgängerbau des 13.–14. Jahrhunderts wurde 1624 abgebrochen; stehen blieb nur der Turm, der 1573 unter Hans Guggemoos eine Welsche Haube erhielt. Von 1624 bis 1628 errichtete Bartholomäus Steinle die heutige manieristische Kirche unter Mitwirkung Hans Krumppers; sie war die erste freitragende Wandpfeilerkirche in einer süddeutschen Landstadt, nach dem Vorbild von St. Michael in München. Die letzte Renovierung fand 2004 statt.
Die Kirche ist Mariä Himmelfahrt geweiht; die Deckenfresken von 1627 von Elias Greuter dem Älteren und seinem Sohn Johann zeigen den Erzengel Michael, der Luzifer vor den Augen Marias in die Hölle stößt. Die Kuppel über dem Altarraum stellt ungewöhnlicherweise sieben Erzengel dar, darunter Uriel, Barachiel, Salathiel und Jehudiel, im Kreis mit Maria.
Der Haupteingang befindet sich an der Kirchplatz 2, und Parkplätze sind in den umliegenden Straßen vorhanden. Besucher sollten beachten, dass Besichtigungen am besten außerhalb von Gottesdiensten möglich sind und man die Kirche zu Fuß vom Stadtzentrum aus leicht erreicht.
In der Kuppel über dem Altarraum zeigt das Fresko sieben Erzengel im Kreis um Maria — darunter Uriel, Barachiel, Salathiel und Jehudiel —, obwohl der katholische Ritus nur Michael, Gabriel und Raphael verehrt. Der damaligen Zeitströmung folgend, steht dies wohl im Zusammenhang mit Santa Maria degli Angeli, die Pius IV. gleichzeitig in Rom bauen ließ.
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