Hüttenwerk Mägdesprung, Historisches Eisenwerk in Harzgerode, Deutschland.
Das Hüttenwerk Mägdesprung ist eine Eisengießerei im Tal der Selke mit mehreren Gebäuden, die seit 1646 Metall verarbeitet. Die Anlage nutzte die Kraft des Flusses als Antrieb für Maschinen und wandelte sich vom einfachen Handwerk zur kunsthandwerklichen Produktion um.
Der Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode gründete das Werk 1646 als kleine Metallwerkstatt. Über Jahrhunderte hinweg wuchs die Anlage und spezialisierte sich auf die Herstellung von dekorativen Gussstücken.
Der Carlswerk-Bereich zeigt noch heute Maschinen aus dem frühen 20. Jahrhundert, die zeigen, wie Arbeiter damals Metall bearbeitet haben. Die Räume vermitteln einen Eindruck davon, wie der Arbeitstag in einer Gießerei aussah.
Das Gelände liegt an der Selke und ist über den Wanderweg Selketalstieg erreichbar. Die nahegelegene Selke-Tal-Bahn bietet regelmäßige Verbindungen, sodass man das Werk ohne Auto besuchen kann.
Ein Obelisk aus dem Jahr 1812 steht auf dem Gelände und zeigt die besonderen Gießtechniken, die damals beherrscht wurden. Das Denkmal ist selbst ein Meisterwerk der Gusseisen-Kunst und wurde später wieder aufgebaut.
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