Beecker Flachsmuseum, Flachsproduktionsmuseum in Wegberg, Deutschland
Das Beecker Flachsmuseum nutzt eine ehemalige Zehntscheune an der Holtumer Straße 19a in Beeck, die der Heimatverein Wegberg-Beeck von 1988 bis 1990 restaurierte. Die Ausstellung führt vom Leinsamen und der Aussaat über das Raufen, Riffeln, Brechen, Schwingen und Hecheln bis zum Spinnen, Weben und zu den Endprodukten Leinen und Leinöl.
Der Heimatverein Wegberg-Beeck gründete das Museum 1982 in der früheren Schmiede Mühlenbroich an der Holtumer Straße. 1987 erwarb der Verein das gegenüberliegende Grundstück mit einer ehemaligen Zehntscheune, die er von 1988 bis 1990 in Eigenregie restaurierte und als Museum einrichtete. Bis 2013 diente ein Flachsmarkt an einem Herbstwochenende der Finanzierung.
Das Museum zeigt, wie Flachsanbau und Leinenherstellung noch heute Teil der lokalen Identität sind, wobei Besucher selbst traditionelle Techniken ausprobieren können. Die Handgriffe und Maschinen sind nicht einfach ausgestellt, sondern werden durch regelmäßige Vorführungen zum Leben erweckt.
Der Besuch funktioniert am besten, wenn man sich vorher informiert, da das Museum nur an bestimmten Tagen geöffnet ist und Führungen angeboten werden. Wer die Arbeitsschritte von Anfang bis Ende verstehen möchte, sollte sich für eine Gruppenführung anmelden, um die Verfahren erklärt zu bekommen.
Seit 2014 kooperiert das Museum mit dem Förder- und Museumsverein Schrofmühle in Rickelrath, ebenfalls in Wegberg: Der in Beeck gewonnene Leinsamen wird dorthin gebracht und zu Leinöl gepresst. Im Leinenlädchen gibt es halbleinene und reinleinene Geschirrtücher, Servietten und Literatur, keine Ölverkostung.
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