Kloster Maria Birnbaum, Barockes Wallfahrtskloster in Sielenbach, Deutschland.
Das Kloster Maria Birnbaum ist eine Barockanlage in der bayerischen Gemeinde Sielenbach mit drei Kuppelbauten, die von Türmen mit geschwungenen Hauben flankiert werden. Die Architektur verbindet byzantinische und italienische Stilelemente zu einem harmonischen Ganzen.
Die Anlage entstand zwischen 1661 und 1668 unter der Leitung des Architekten Constantin Pader im Auftrag des Deutschordenskommendators Philipp Jakob von Kaltenthal. Das Projekt folgte dem Wunsch, an die Entdeckung eines Marienbildes ein Jahrhundert zuvor an diesem Ort ein Heiligtum zu errichten.
Der Ort bewahrt die Tradition der Blauen Liga, einer Bauernvereinigung, die das Heiligtum schützte und ihre Mitglieder tragen bei religiösen Festen blaue Umhänge. Diese Tracht ist heute noch sichtbar und zeigt die enge Verbindung zwischen Gläubigen und Heiligtum.
Das Kloster dient heute als Noviziat der Deutschen Provinz des Deutschen Ordens und bietet regelmäßig religiöse Gottesdienste an. Besucher sollten die Öffnungszeiten beachten und respektvolle Kleidung tragen, um die Andacht nicht zu stören.
Der Hauptaltar bewahrt den originalen Birnbaumstamm, in dem ein Hirte im 17. Jahrhundert ein Marienbild gefunden haben soll. Diese Reliquie ist der Grund für den Namen des Klosters und zieht seit Jahrhunderten Pilger an.
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