Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, Bergbaumuseum in Freiberg, Deutschland
Das Stadt- und Bergbaumuseum nutzt den spätgotischen Domherrenhof Am Dom 1, ein Eckgebäude, das nach dem Stadtbrand von 1484 errichtet und 1488 urkundlich belegt ist. An die Südfassade schließt sich ein 1588 erhöhter sechseckiger Treppenturm an; im Erdgeschoss sitzen spätgotische Vorhangbogenfenster mit sich durchschneidenden Kehlstäben. Im Inneren erhalten sind Zellengewölbe und profilierte Holzbalkendecken.
Der Freiberger Altertumsverein wurde 1860 unter Leitung des Buchdruckereibesitzers Heinrich Gerlach gegründet und zeigte seine Sammlung ab 1861 in der Kastenstube des Kaufhauses am Obermarkt 16. 1903 zog der Verein in den sanierten Domherrenhof am Untermarkt, der am 7. Mai 1903 im Beisein des sächsischen Königs Georg als König-Albert-Museum eingeweiht wurde. Zum 1. Januar 1939 ging das Museum in städtische Trägerschaft über und erhielt den Namen Stadt- und Bergbaumuseum.
Das Haus war Wohnsitz des Dekans am Kollegiatstift der 1480 dazu erhobenen Marienkirche; nach der Reformation überließ die Stadt es 1542 der Lateinschule. Den Namen Stadt- und Bergbaumuseum erhielt es 1939 bei der Übergabe in städtische Trägerschaft, der Inhalt und Profil benennt. Die Fotothek bewahrt Glasnegative des Fotografen Reymann mit Bergleuten bei der Arbeit und im Alltag.
Das Museum befindet sich am Dom 1 in Freiberg und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass eine Renovierung durchgeführt wird, um neue Ausstellungskonzepte umzusetzen, daher sollten die aktuellen Öffnungszeiten vor dem Besuch überprüft werden.
Die Fotothek des Museums bewahrt Glasnegative des Fotografen Reymann mit Bauwerken und Straßenansichten Freibergs sowie seltene Aufnahmen vom Alltag und Arbeitsprozess der Bergleute. In der Graphiksammlung liegen der graphische Nachlass von Johann Christian Klengel und der malerische Nachlass von Hugo Koerber.
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