Grube Ludwig, Bergwerksmuseum mit Stollen in Wald-Michelbach, Deutschland
Grube Ludwig ist ein ehemaliges Bergwerk mit begehbaren Stollen in Wald-Michelbach im Odenwald. Abgebaut wurden hauptsächlich Mangan- und Eisenerze, die in Schichten aus Kalk- und Dolomitgestein eingelagert waren.
Das Bergwerk wurde Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet und förderte Mangan und Eisenerz, bis der Betrieb 1912 eingestellt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs dienten einige Stollen als Schutzräume, bevor das Gelände schließlich für Besucher erschlossen wurde.
Der Name "Grube Ludwig" verweist auf die regionale Bergbautradition, bei der Gruben oft nach Personen oder Heiligen benannt wurden. Beim Besuch kann man noch heute die rauen Steinwände und die feuchte Luft wahrnehmen, die an die Arbeitswelt der einstigen Bergleute erinnern.
Der Besuch ist von April bis Oktober möglich, mit Führungen in der Regel am letzten Samstag des Monats. Festes Schuhwerk und eine warme Jacke werden empfohlen, da es im Inneren kühl ist.
Freiwillige haben tausende Stunden damit verbracht, die Stollen zu räumen und begehbar zu machen, und einen etwa 85 Meter langen Weg in den Berg angelegt. Im Museum ist auch ein Modell des wassergetriebenen Flaschenzugsystems zu sehen, mit dem das Erz früher an die Oberfläche gebracht wurde.
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