Hilfskrankenhaus Gunzenhausen, Unterirdisches Bunkerkrankenhaus in Gunzenhausen, Deutschland.
Das Hilfskrankenhaus Gunzenhausen ist ein unterirdisches Bunkersystem in Gunzenhausen, Deutschland, das sich fünf Meter unter der Berufsschule erstreckt. Die Gesamtanlage besteht aus drei getrennten Bunkereinheiten, die über das Stadtgebiet verteilt sind und durch lange Gänge miteinander verbunden werden.
Der Bau des Bunkers erfolgte zwischen 1963 und 1965 als Teil eines bayernweiten Programms zur Errichtung von 44 Schutzeinrichtungen. Die Anlage sollte im Krisenfall bis zu 1.400 Patienten aus Nürnberg, Fürth und Ansbach aufnehmen können.
Die Anlage trägt den Namen Hilfskrankenhaus und zeigt, wie die bayerische Bevölkerung im Kalten Krieg auf einen möglichen Ernstfall vorbereitet werden sollte. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie medizinische Versorgung unter extremen Bedingungen organisiert war.
Der Zugang zur Anlage ist nur nach vorheriger Anmeldung bei der Touristeninformation Gunzenhausen möglich, wobei Gruppen auf maximal 20 Personen begrenzt sind. Aufgrund der konstanten Kühle im Inneren empfiehlt sich warme Kleidung auch an heißen Sommertagen.
Die Temperatur im Inneren beträgt das ganze Jahr über konstant 8 Grad Celsius, unabhängig von der Außenwitterung. Ein Großteil der originalen medizinischen Ausrüstung aus den 1960er Jahren ist noch vor Ort erhalten und lässt die damalige Notfallplanung greifbar werden.
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