St. Nikola, Gotische Kirche in Landshut, Deutschland.
St. Nikola ist eine spätgotische Backsteinhallenkirche mit drei Schiffen und einem einschiffigen Chor gleicher Höhe, umgeben von der Mauer eines 1913 aufgelösten Friedhofs. Vier Rundsäulen trennen die Schiffe; das Netzgewölbe ist ockerfarben, die Wände weiß. Der Chorflankenturm hat quadratischen Grundriss und einen im 19. Jahrhundert aufgesetzten Spitzhelm.
Der Bau begann 1389 und die Dachstruktur wurde 1481 von Landshuter Zunftmeister Conrad Günzkofer fertiggestellt. Diese lange Bauzeit zeigt, wie aufwändig die Errichtung dieser großen Kirche war.
Die Pfarrei ist dem heiligen Nikolaus von Myra geweiht, dessen Gedenktag der 6. Dezember ist. Die Schlusssteine im Chorgewölbe zeigen die Madonna mit Kind, den heiligen Nikolaus sowie die Wappen Herzog Georgs des Reichen, seiner Gemahlin Hedwig, der Stadt Landshut und des Klosters Seligenthal. Im Altarraum sind Wandmalereien von 1608 aus einer Renaissance-Umgestaltung erhalten.
Der Besuch ist am besten bei Tageslicht möglich, um die Details der gotischen Architektur und Kunstwerke vollständig zu erkennen. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die verschiedenen Bereiche und die Bodenöffnung mit den archäologischen Resten genau anzuschauen.
Das archäologische Fenster neben der Informationstafel zeigt Bodenplatten und Mauern des ersten Kirchenbaus an dieser Stelle: ein schlichter Saal von etwa 12,2 m Länge und 9 m Breite mit rund einen Meter dicken Mauern, wohl im 11. oder 12. Jahrhundert begonnen. Eine zweite Bauphase ergänzte einen rund vier Meter langen Chor und einen quadratischen Altarunterbau mit 1,8 m Seitenlänge.
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