Kreisgrabenanlage Schönebeck, Neolithische Kreisgrabenanlage in Schönebeck, Deutschland.
Die Kreisgrabenanlage Schönebeck ist ein bronzezeitlicher Befestigungsring in der flachen Elbaue-Landschaft, der aus zwei konzentrischen Gräben mit etwa 80 Metern Durchmesser besteht. An diesem Ort finden sich neben dem ringförmigen Grabensystem auch Überreste von späteren Begräbnisstätten aus der Eisenzeit, die das Gebiet über mehrere Jahrhunderte hinweg nutzbaren machten.
Die Anlage wurde in der Frühbronzezeit zwischen 2150 und 1740 v. Chr. angelegt und gehört zur frühen Aunjetitz-Kultur Mitteldeutschlands. Später wurde das Gelände für Bestattungen während der Späatbronzezeit und Eisenzeit genutzt, was auf eine langfristige Bedeutung des Ortes hindeutet.
Der Ort trägt den Namen einer frühen Siedlung und zeigt in seinen Resten, wie Menschen in der Bronzezeit miteinander lebten. Das Gelände offenbart Unterschiede in Behausungen und Bestattungsplätzen, die verdeutlichen, wie die Bewohner ihren Raum organisierten.
Das Gelände liegt auf einem Hochplateau in der ebenen Elbe-Auenlandschaft und ist zu Fuß vom nahegelegenen Ort Schönebeck erreichbar. Feste Wege führen durch das Areal, doch ist das Terrain offen und sollte bei Nässe oder Schneefall mit Vorsicht begangen werden.
Die Anlage wurde erst 1991 durch Luftbildaufnahmen entdeckt, was zeigt, wie solche bronzezeitlichen Strukturen aus der Vogelperspektive erkannt werden. Das kleine ovale Grabenwerk von nur 13 Metern Durchmesser, das später hinzugefügt wurde, unterscheidet sich deutlich vom großen ringförmigen System und deutet auf unterschiedliche Nutzungsphasen hin.
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