St. Mariä Geburt, Katholische Kirche im Stadtteil Dilldorf, Essen, Deutschland.
St. Mariä Geburt ist eine nach Norden ausgerichtete neugotische Hallenkirche aus hellbraunem Ruhrsandstein, erbaut 1876 bis 1879 am Ende des Deilbachtales. Über eine Treppe mit fünf Stufen erreicht man den Haupteingang; das Langhaus hat nur drei Joche und wirkt zwischen dem eingezogenen Turm und dem Querschiff kurz und stämmig. Der Chor ist ein großräumiges Zentralraumgebilde aus sieben Teilen eines Zehnecks, wie es sonst eher bei großen Kathedralen vorkommt.
Der Grundstein wurde am 18. Oktober 1876 gelegt, und Weihbischof Anton Fischer konsekrierte die Kirche am 8. September 1879, bevor Hochaltar, Seitenaltäre, Turm mit drei Glocken und Dachreiter fertig waren. Bergsenkungen von etwa 45 cm erzwangen 1925 eine erste große Renovierung, die die Zeche Adler finanzierte. Seit dem 23. November 1989 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Die Kirche ist Mariä Geburt geweiht; das Fest wird am 8. September gefeiert, dem Tag der Konsekration 1879. Der 1973 aus Holz geschnitzte Kreuzweg stammt vom selben Oberammergauer Künstler wie eine Marienstatue der Kirche. Eine Figur des heiligen Josef von Nazaret aus der ehemaligen Pfarrkirche St. Josef steht heute hier.
Die Kirche steht am Ende des Deilbachtales an der Dilldorfer Straße, nahe der Einmündung ins Ruhrtal. Fünf Stufen führen zum Haupteingang; im linken Seitenschiff gibt es einen kleinen Seiteneingang. Die Kirche ist nach Norden ausgerichtet, der Turm liegt am Südende.
Die drei 1942 als Metallspende für die Rüstungsindustrie abgegebenen Glocken wurden nach dem Krieg auf einem Schiff im Hafen von Münster gefunden und kehrten im Sommer 1947 nach Dilldorf zurück; die Turmwand musste aufgebrochen werden, um sie wieder aufzuhängen.
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