Kupferhammer, Industriedenkmal in Kupferdreh, Essen, Deutschland
Der Kupferhammer ist eine historische Fabrikanlage im Stadtteil Kupferdreh mit einem Hammerwerk, Wohnquartieren und verschiedenen Nebengebauden, die sich entlang der Deilbach erstrecken. Die Gesamtanlage zeigt, wie eine fruhindustrielle Produktionsstatte aufgebaut war und funktioniert hat.
Die Anlage wurde 1550 gegrundet, als Hans Frolynck hier eine Kupferschmelze errichtete und damit Essen als Zentrum der Metallverarbeitung etablierte. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs der Betrieb zu einem modernen Hammerwerk heran, das verschiedene Produktionsverfahren durchlief.
Der Name Kupferhammer verweist auf die Kupferbearbeitung, die hier jahrhundertelang das Leben an der Deilbach prägte. Besucher können noch heute sehen, wie die Gebäude entlang des Bachs angelegt wurden, um die Wasserkraft optimal zu nutzen.
Die Anlage kann zu Fuss besichtigt werden und ist am besten bei Tageslicht zu erkunden, um die Details der Gebaeude und des Baches zu sehen. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Flaechen uneben sind und sich das Terrain zum Wasser hin senkt.
Das Werk war eines der Ersten in der Region, das den Wechsel von Wasserkraft zu Dampfmaschinen praktisch umsetzte, wobei beide Antriebssysteme parallel eingesetzt wurden. Diese Verbindung zweier Energiequellen machte den Betrieb flexibler und zeigte den Ubergang zwischen zwei industriellen Epochen.
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