Deutsches Bunkermuseum, Bunkermuseum des Zweiten Weltkriegs in Schweinfurt, Deutschland
Der Fichtel-und-Sachs-Bunker ist ein 20 × 21 Meter großer Hochbunker von 1941, der bis zur Oberkante seines 1,40 Meter starken Betondeckels 19 Meter hoch ist. Ein Zeltdach aus Betonelementen mit 25 Grad Neigung tarnt ihn; die zwei Meter dicken Wände sind aufwändig verklinkert und mit Fensterattrappen versehen.
Der Hochbunker A8 entstand 1941 durch die Bauunternehmung Riedel im Stadtteil Oberndorf. Schweinfurt war wegen seiner Kugellagerindustrie Ziel von 22 größeren Luftangriffen und erhielt zehn öffentliche Hochbunker. Nach dem Krieg diente das Gebäude Obdachlosen und Flüchtlingen als Unterkunft, später kurzzeitig den Sachs-Werken als Lager.
Der Bunker zeigt, wie Menschen während des Krieges hier Schutz suchten und welche Geräte für ihre Sicherheit verwendet wurden. Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in den Alltag unter Bombenangriffen und die Angst, die die Bevölkerung damals erlebte.
Der Bunker ist ein oberirdisches Bauwerk mit fünf über Treppen erreichbaren Geschossen; einen Aufzug gibt es nicht. Das Museum wurde 2014 eröffnet, und seine Ausstellungen verteilen sich auf mehrere Etagen, sodass man Zeit für den Auf- und Abstieg einplanen sollte. Jedes Jahr im April findet hier die Gedenkveranstaltung zum Kriegsende in Schweinfurt statt.
Im Museum sind entschärfte Blindgänger ausgestellt, darunter 250-kg- und 500-kg-Sprengbomben sowie Brandbomben. Ein eigener Bereich zeigt einen Schutzraum der Bundeswehr aus Originalbeständen. Im vierten Obergeschoss ist ein Sandfilter mit 82 Kubikmetern Basalt-Brechsand eingebaut, der 1983 für den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Angriffen sorgte.
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