Frauenkirche, Gotische und romanische Kirche in Grimma, Deutschland.
Die Frauenkirche zu Grimma ist eine dreischiffige Pfeiler-Basilika aus Rochlitzer Stein mit Querschiff, rechtwinklig geschlossenem Hauptchor im Osten, zwei halbkreisförmigen Apsiden und einer breiten Westvorhalle mit zwei rund 46 Meter hohen Türmen. Ältester Teil ist die romanische Westturmfront vom Ende des 12. Jahrhunderts; das Langhaus war wohl bis 1240 in gotischem Stil vollendet, das Querschiff kam um 1462 hinzu.
Ende des 12. Jahrhunderts entstand nahe dem alten Markt, dem heutigen Baderplan, eine romanische Kirche anstelle eines Holzbaus; das Langhaus war um 1240 in gotischem Stil vollendet. Der Stadtbrand von 1430 beschädigte den Bau, um 1462 wurde das Querschiff ergänzt. Bis zur Reformation unterstand die Kirche dem Bischof von Merseburg und war Sitz eines Archidiakons; 1529 erhielt Grimma eine Superintendentur.
Der um 1510 entstandene spätgotische Flügelaltar des „Meisters des Knauthainer Altars“ zeigt im Mittelschrein die Geburt Christi, auf dem linken Flügel Maria und Elisabeth, auf dem rechten die Anbetung der Weisen. In der Passionszeit wird er geschlossen und zeigt dann Gemälde wie die Flucht nach Ägypten. Drei um 1519 gefertigte Figuren, Petrus, Paulus und Maria mit Kind, stammen aus der 1888 abgebrochenen Nikolaikirche.
Die Kirche steht am Baderplan, dem Standort des alten Grimmaer Marktes, im Hochwasserbereich der Mulde; Gelände und Kirchhof wurden etwa 1,5 Meter aufgeschüttet, sodass die Westfront über dem Straßenniveau liegt. Die beiden 46 Meter hohen Türme dienen als Orientierungspunkt in der Altstadt. Der Hauptchor ist nach Osten zur Mulde ausgerichtet.
Der älteste Teil ist die Ende des 12. Jahrhunderts entstandene romanische Westturmfront: eine Halle mit gekuppelten Rundbogenfenstern, die sich in zwei rund 46 Meter hohe Türme teilt. Zum Geläut gehören die große Glocke von 1453 (d) und die kleine von 1463 (g); eine weitere wurde 1940 verkauft, ihr Ersatz 1942 abgegeben. 1997 ergänzte eine in Karlsruhe gegossene mittlere Glocke das Dreiergeläut.
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