Grimma, Mittelalterliche Handelsstadt in Sachsen, Deutschland
Grimma ist eine Stadt im Landkreis Leipzig in Sachsen, die sich beiderseits der Mulde erstreckt und durch schmale Gassen mit alten Bürgerhäusern geprägt ist. Die historische Innenstadt wird von einem etwa 400 Meter langen Abschnitt der erhaltenen Stadtmauer umgeben, der noch aus dem Mittelalter stammt.
Die Ortschaft wurde um 1170 gegründet und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer Residenz der sächsischen Kurfürsten. Im Jahr 1550 richtete man hier eine der drei fürstlichen Landesschulen ein, die bis heute zu den traditionsreichsten Bildungseinrichtungen Sachsens gehört.
Die Stadt liegt am Lutherweg und war ein wichtiger Ort während der Reformation, als Martin Luther hier mehrfach predigte. Die ehemalige Klosterkirche erinnert noch heute an diese Zeit und zieht Pilger an, die den historischen Spuren der religiösen Umwälzung folgen.
Die Anreise erfolgt bequem mit Regionalzügen aus Leipzig oder Dresden, da die Ortschaft an der Bahnstrecke zwischen beiden Großstädten liegt. Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten innerhalb weniger Minuten erreichbar sind.
Das Göschen Museum ist das einzige Museum in Deutschland, das einem Verleger gewidmet ist, der eng mit Goethe und Schiller zusammenarbeitete. Die Sammlung zeigt Originaldrucke und Dokumente aus einer Zeit, in der die deutsche Literatur ihre Blütezeit erlebte.
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