Göschenhaus Hohnstädt, Verlagsmuseum in Grimma, Deutschland.
Das Göschenhaus ist ein Museum in einem historischen Wohngebäude, in dem man Möbel, Drucke und persönliche Gegenstände des Verlegers Georg Joachim Göschen sehen kann. Das Haus zeigt auch eine Druckwerkstatt und verschiedene Räume mit Küchenwerkzeugen und anderen Objekten aus jener Zeit.
Georg Joachim Göschen kaufte das Haus 1795 samt dem benachbarten Gut dem Pferdezüchter Wehnert ab; es war sein Wohnhaus, keine Sommerresidenz. 1934 erwarb Renate Sturm-Francke das Haus von Nachfahren der Familie Göschen und gründete 1950 die Heimatstube Hohnstädt, die sie ab 1954 im Haus einrichtete. 1967 schenkte sie es den Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar; seit 1995 gehört es der Stadt Grimma.
Der Garten umfasst rund 4300 Quadratmeter und ist der einzige erhaltene, im klassizistischen Stil angelegte Privatgarten Sachsens, gestaltet als englischer Landschaftsgarten. Auf den Terrassen stehen eine kleine Theaterbühne und der 1801 errichtete Freundschaftspavillon Amicitiae, in dem sich Göschen und Seume trafen. Ein Stein trägt dort einen Vers von Schiller.
Das Museum hat nur an wenigen Tagen in der Woche geöffnet, daher sollte man vorher überprüfen, wann es besucht werden kann. Die verschiedenen Räume sind leicht zu durchlaufen und zeigen die Sammlung auf mehreren Ebenen und Bereichen des Hauses.
Die wertvolle Deckenbemalung befindet sich im Kaminzimmer, nicht im sechseckigen Anbau von 1853, in dem das Seumezimmer liegt. Im Garten steht ein Abguss von Bertel Thorvaldsens Hebe, um 1820 nach seinem eigenen Original von 1816 geformt; Renate Sturm-Francke sah ihn 1960 beschädigt auf einem Weinberg bei Radebeul und brachte ihn nach Grimma.
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