Laubenganghäuser, Kulturdenkmal in Friedrichshain, Deutschland.
Die Laubenganghäuser Karl-Marx-Allee sind eine Wohnanlage mit fünf Geschossen, bei der lange offene Galerien die Fassaden prägen und die Gebäude entlang der Straße verbinden. Die Wohnungen sind klein und konzentriert, mit Zimmern, die nach Süden ausgerichtet sind und direkt an die Galerien angrenzen.
Die Anlage entstand zwischen 1949 und 1951 als Teil der Wiederaufbaubemühungen in Ostberlin nach dem Krieg. Sie markiert den Anfang einer neuen Art des Wohnungsbaus, die sich von älteren Berliner Stadtplanungsideen deutlich unterschied.
Die Gebäude zeigen, wie Bewohner in den frühen Nachkriegsjahren in Berlin leben sollten, mit offenen Laubengängen, die Nachbarschaften förderten. Der Entwurf verbindet Wohnraum mit sozialen Bereichen auf eine Weise, die das damalige Verständnis von gemeinschaftlichem Leben widerspiegelt.
Die Anlage liegt an einer breiten, gut zugänglichen Straße, wo Fußgänger einfach entlang der Fassaden spazieren können. Der Ort ist relativ eben und bietet gute Sicht auf die Gebäudedetails von der Straße aus.
Die Architekten experimentierten hier mit einer Wohnform, die Treppenaufgänge überflüssig machte, indem alle Wohnungen direkt von den Galerien aus zugänglich waren. Diese Lösung war damals radikal anders und zeigte eine unkonventionelle Antwort auf die Wohnungsnot der Zeit.
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