Waldsiedlung Hakenfelde, Gartendenkmal in Hakenfelde, Spandau, Deutschland.
Die Waldsiedlung Hakenfelde ist eine Wohnsiedlung mit Einfamilienhäusern und individuellen Gärten, die in einem engmaschigen Netzwerk von fußgängerorientierten Straßen organisiert sind. Das Gelände umfasst rund 250 Häuser mit charakteristischen Giebeldächern und durchgehend begrünten Grundstücken, die das Gesamtbild einer frühen Gartenstadt prägen.
Die Siedlung entstand ab 1914, um der Wohnungsnot von Arbeitern in Spandaus Industrie abzuhelfen, wobei bis 1919 etwa 250 Häuser gebaut wurden. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Gelände zu einem eigenständigen Wohnquartier mit stabiler baulicher Struktur.
Das Viertel verkörpert die Gartenstadtbewegung durch seine grünen Wohnhöfe und die direkte Verbindung zwischen Häusern und Gärten, die bis heute das Erscheinungsbild prägen. Die hohen Giebeldächer und die durchgrünten Straßenzüge schaffen einen besonderen Wohncharakter, der sich deutlich vom restlichen Spandau unterscheidet.
Das Gelände ist über Buslinien mit dem Zentrum Spandaus verbunden, während der Autoverkehr wegen enger Straßen und begrenzter Parkplätze gering bleibt. Besuchern wird empfohlen, zu Fuß zu gehen, um den Straßenraum und die Gärten vollständig zu erleben.
Das erste Bauabschnitt wurde 1986 unter Denkmalschutz gestellt, was eines der wenigen erhaltenen Beispiele früher Gartenstadtentwicklung in Berlin dokumentiert. Diese frühe Anerkennung zeigt, wie vorausschauend Planer dieses Wohnmodell als soziale Innovation betrachteten.
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