Rathaus Würzburg, Rathaus in Würzburg, Bayern, Deutschland
Das Rathaus ist ein Komplex verbundener Gebäude in der Würzburger Altstadt, den man durch den Grafeneckart betritt, den ältesten erhaltenen romanischen Profanbau der Stadt, sowie durch den angrenzenden Roten Bau. Dieser wurde 1659 nach einem Entwurf des Steinmetzmeisters Sebastian Villinger fertiggestellt und zeigt eine markante Giebelfassade, deren Arkaden von Johann Philipp Preuß geschaffene Keilsteinfratzen tragen. Der Komplex lässt sich vom Grafeneckart bis zur Rückermainstraße durchqueren.
Der Grafeneckart, der älteste erhaltene romanische Profanbau Würzburgs, wurde 1316 von der Bürgerschaft erworben und als Rathaus genutzt. 1456 erhielt sein Turm eine Feuer- und Stundenglocke sowie eine Turmuhr. Der Komplex entstand zwischen 1898 und 1900, wurde 1904/1905 erweitert, im Zweiten Weltkrieg zerstört und Anfang der 1950er Jahre wieder errichtet.
Der neue Ratssaal im ersten Obergeschoss des Südflügels trägt Wandfresken von Wolfgang Lenz mit Szenen aus der Geschichte Würzburgs. An den Arkaden des Roten Baus sind die 1659 geschaffenen Keilsteinfratzen des Bildhauers Johann Philipp Preuß aus Erbach zu erkennen, und im Saal dieses Baus haben sich Reste des Wand- und Deckenschmucks von Prospero Brenno aus dem Jahr 1672 erhalten.
Der Komplex reicht vom Grafeneckart in der Straße Beim Grafeneckart bis zur Rückermainstraße 2 und lässt sich zu Fuß durchqueren. Der Dokumentationsraum zur Bombardierung von 1945 mit dem Modell der zerstörten Altstadt liegt im Erdgeschoss des Grafeneckartbaus.
Der nördlich an den Grafeneckart anschließende Kellerbau (Kalterhaus) umschließt die kreuzrippengewölbte ehemalige Ratskapelle von 1399; er gehört heute zur Gaststätte Ratskeller, die ab 1912 entstand, am 31. Januar 1918 eröffnete und nach dem Bombenangriff von 1945 im Jahr 1973 wiederhergestellt wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 94.027 Mitwirkenden weltweit.