Landhaus Michaelsen, Denkmalgeschütztes Gebäude in Blankenese, Deutschland
Das Landhaus Michaelsen ist eine weiß geschlämmte Villa am Grotiusweg 79 in Blankenese, Hamburg, die 1922/23 nach Entwürfen von Karl Schneider als frühes Beispiel der rationalistischen Moderne entstand. Die L-förmige Anlage verbindet ein Haupthaus, einen viergeschossigen Turm und Terrassenflügel, mit Walm- und Flachdächern sowie gerundeten Vorbauten. Das gebogene Panoramafenster im Ostflügel galt zur Bauzeit als Sensation.
Das Haus wurde 1923 vom Architekten Karl Schneider für die Familie Michaelsen erbaut und folgte modernen Gestaltungsprinzipien seiner Zeit. In den 1950er Jahren erwarb der Verleger Axel Springer das Anwesen, woraufhin einige bauliche Veränderungen vorgenommen wurden.
Seit 1986 beherbergt die Villa das Puppenmuseum Falkenstein, das die Galeristin Elke Dröscher führt; sie übernahm Restaurierung und Unterhalt im Gegenzug für eine 75-jährige Nutzungsgenehmigung. Der Name Falkenstein stammt vom Museum, nicht vom Haus, das weiterhin nach seinen ersten Bewohnern Hermann und Elise „Ite“ Michaelsen benannt ist.
Das Haus am Grotiusweg 79 ist ein privates Museum; der Besuch richtet sich nach den Öffnungszeiten, und die weiße Fassade mit dunklen Fensterrahmen ist bei Tageslicht am besten zu sehen. Das Gelände liegt zwischen Elbufer und Sven-Simon-Park; für den Bau wurde der Hang großräumig umgestaltet.
Die Ostseite des Hauses besitzt ein geschwungenes Panoramafenster, das für die 1920er Jahre ungewöhnlich war und heute noch zu sehen ist. Es zeigt, dass Architekt Karl Schneider damals bereits mit den Möglichkeiten der Glasverarbeitung experimentierte.
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