Römischer Garten, Denkmalgeschützter Garten in Blankenese, Deutschland
Der Römischer Garten ist eine Parkanlage in Hamburg, die sich über mehrere Ebenen vom Ufer der Elbe nach oben erstreckt. Die Flächen verbinden gepflasterte Wege, Treppenstufen aus Stein, bepflanzte Beete und einen Teich mit darin spiegelnden Elementen.
Der Hang wurde erstmals zwischen 1880 und 1890 als Parklandschaft angelegt; die Terrassenstruktur schuf Emilio Richter im Auftrag seines Bruders Julius Richter, der geschnittene Lebensbaumhecken, Scheinzypressen und Zedern pflanzte. Der Bankier Moritz M. Warburg erwarb das Grundstück 1897, und von 1913 bis 1924 ließen Max und Alice Warburg die Anlage durch Rudolph Jürgens und dann durch Else Hoffa neu gestalten. Während der Zeit des Dritten Reiches musste die Familie Warburg emigrieren; nach Kriegsende erhielt sie ihren Besitz zurück und übergab ihn 1951 der Stadt Hamburg unter der Bedingung, den Garten zu erhalten. In den 1980er-Jahren wurde der Garten restauriert.
Der Name Römischer Garten geht auf die Verwendung südländischer Gestaltungsformen und Pflanzen zurück, nicht auf einen römischen Ursprung. Der Garten ist im Jugendstil angelegt und nach dem Hamburgischen Denkmalschutzgesetz ein Gartendenkmal. Die abendlichen Feste der Familie Warburg mit Fackelbeleuchtung, Theater und Tanz waren in Hamburg legendär.
Der Garten liegt am Südhang des Polterbergs, rund 30 Meter über der Elbe. Die 128 Steinstufen vom Falkensteiner Ufer sind der direkte Zugang; das Gelände ist terrassiert, daher mit unebenem Boden rechnen und Zeit zum Verschnaufen einplanen.
Der Name des Gartens stammt von den südländischen Gestaltungsformen und Pflanzen, nicht von einer römischen Ruine. In der Mittelachse liegt die Römische Terrasse, eine Rasenfläche mit einem kleinen Seerosenbecken, dem „Spiegel des Himmels“; eine Girlandenhecke aus Thuja betont den Blick auf die Elbe.
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