Haus Voerde, Herrenhaus in Voerde, Deutschland
Haus Voerde ist ein schlossartiges Herrenhaus in Voerde in Nordrhein-Westfalen. Es geht auf eine mittelalterliche Wasserburg der Herren von Loete zurück, ein Lehen der Abtei Werden, und wurde später barock und klassizistisch umgestaltet. Das rechteckige Haupthaus erhielt 1668 zwei zusätzliche Flügel und einen Eckturm; ein kleiner Park umgibt es. Die Stadt Voerde ist Eigentümerin und nutzt das Gebäude als Standesamt und Kulturzentrum, im Kellergeschoss befindet sich ein Restaurant.
Das Gebäude entstand vor 1200 ursprünglich als Wasserschloss und gehörte der Abtei Werden an, wurde aber erstmals 1344 urkundlich erwähnt. Der Turm aus dem Jahr 1668 markiert eine bedeutende Umbauphase, die das Haus in seine heutige Gestalt brachte.
Das Haus dient heute der Stadt Voerde als Standesamt und Kulturzentrum; im Kellergeschoss befindet sich ein Restaurant. Im Großen Saal erinnert das steinerne Wappen des Freiherrn Jan Cornelius von Ablaing, der das Anwesen 1774 erwarb, an einen seiner Besitzer. Der Grundriss der einstigen Vorburg ist durch eine Pflasterung aus Naturstein kenntlich gemacht.
Der Besuch konzentriert sich auf das Erdgeschoss und den umgebenden Park, der frei zugänglich ist und zum Erkunden einlädt. Das Obergeschoss ist nicht für Besichtigungen verfügbar, da es als Standesamt genutzt wird.
Das steinerne Wappen des Freiherrn Jan Cornelius von Ablaing, der das Haus 1774 erwarb, hängt noch heute im Großen Saal. Seine Frau war eine geborene von Syberg, weshalb der Besitz nach dem Konkursverfahren von 1770, das die Sybergschen Ländereien und über 30 abhängige Höfe zerstückelte, in der Familie blieb.
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