Schacht "Weser", Bergbaumuseum in Hagenburg, Deutschland
Der Schacht Weser ist ein Bergwerksschacht in Altenhagen, heute Teil von Hagenburg, mit einem Bergbaumuseum im ehemaligen Pförtnerhaus. Der Schacht hat eine lichte Weite von 5,50 Metern und erreicht eine Teufe von 650 Metern; bis 167 Meter ist er mit Tübbingen, darunter mit Mauerwerk ausgebaut. Das Museum zeigt originale Gerätschaften, Mineralien, Pläne, Fotodokumente, nachgebildete Förderstrecken, Geleucht und Bergmannstrachten.
Der Abteufbetrieb begann 1909 für die Gewerkschaft Weser und erreichte 1913 eine Teufe von 650 m, bis 167 m mit Tübbingen, darunter mit Mauerwerk ausgebaut. Ab April 1914 verband eine 2500 m lange Strecke auf der 500-m-Sohle den Schacht mit dem Bergwerk Sigmundshall, wo er als Wetterschacht und zweiter Ausgang diente. Zum Förderbetrieb kam es nie; Menge und Qualität der Kalisalze genügten nicht, und 1923 beschloss die Gewerkenversammlung die Stilllegung des unproduktiven Werks.
Der Schacht ist eng mit der Vergangenheit der Region verbunden und zeigt, wie hart die Arbeit unter der Erde war. Die ausgestellten Werkzeuge und Fotos erzählen von den Bergleuten, die hier jeden Tag arbeiteten.
Der Zugang ist nur nach vorheriger Vereinbarung möglich, da es sich um einen historischen Ort mit speziellen Sicherheitsanforderungen handelt. Es empfiehlt sich, vorher zu klären, welche Teile zugänglich sind und ob spezielle Ausrüstung nötig ist.
Der Schacht ging nie in Förderung: Nach den Aufschlussarbeiten von 1918 genügten die Kalilager Menge und Qualität nach nicht den Anforderungen des Kali-Syndikats, 1923 wurde das Werk stillgelegt. Ab 1933 wurde die Halde abgebaut und als Versatz unterhalb der 535-m-Sohle des Bergwerks Sigmundshall genutzt.
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