Landesirrenanstalt-Hauptanstalt, Psychiatrische Einrichtung von 1908 in Teupitz, Deutschland.
Die Landesirrenanstalt-Hauptanstalt ist eine medizinische Anlage von 1908 in Teupitz mit Verwaltungsgebäuden, Personalwohnungen, Werkstätten und einer Küche mit Bankettsaal. Das Ensemble umfasst acht separate Krankenhäuser für männliche und weibliche Patienten auf großzügig angelegtem Gelände.
Die Anstalt wurde 1908 eröffnet und war anfangs für etwa 1050 Patienten ausgelegt, mit einem eigenen Gutsbetrieb für die Lebensmittelversorgung. Später wurde die Einrichtung von den Asklepios Kliniken übernommen und entwickelte sich zu einem modernen Krankenhauszentrum.
Das Gelände trägt die architektonische Handschrift der Reformbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, mit Gebäuden, die nach dem Pavillonprinzip angelegt wurden und durch historische Wege miteinander verbunden sind. Die Anlage zeigt, wie Krankenhäuser dieser Zeit räumlich organisiert wurden, um Patienten in separaten Bereichen unterzubringen.
Die Anlage liegt südwestlich des Zentrums von Teupitz, unterhalb der Buchholzer Straße und ist leicht mit dem Auto oder Fahrrad erreichbar. Ein Spaziergang über das Gelände ermöglicht es, die historische Architektur und die grünen Bereiche zwischen den Gebäuden zu erkunden.
Das Gelände hatte in mittelalterlichen Zeiten eine ganz andere Nutzung als Weinanbaugelände zur Versorgung des nahen Teupitz-Schlosses mit Trauben. Diese landwirtschaftliche Geschichte unter den heutigen Gebäuden zu erkennen erfordert etwas Vorstellungskraft, zeigt aber die lange Besiedlungsgeschichte des Ortes.
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