Agra, Park und Kulturdenkmal in Markkleeberg und Leipzig, Deutschland
Die agra umfasst 190 Hektar südlich von Leipzig, aufgeteilt in das Messegelände und den Landschaftspark agra-Park. Das Messegelände hat drei T-förmige Hallen (5.518, 4.750 und 3.000 Quadratmeter; eine Halle 3 gibt es nicht) mit Vestibül und Forum dazwischen. Der Park geht auf Paul Herfurths Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert zurück und verbindet Wiesen, Teiche, Gehölze und Denkmäler, darunter das Weiße Haus von 1897 und das Torhaus Dölitz von 1672.
Paul Herfurth erwarb Ende des 19. Jahrhunderts Gelände in Raschwitz, um dort ein Sommerhaus mit Herrenhaus und naturalistischem Park nach englischen Vorbildern zu schaffen. Die Anlage wurde später erweitert und zu einem Ort für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen entwickelt.
Im Park stehen das Deutsche Fotomuseum und eine Sammlung von Zinnfiguren in Gebäuden des Geländes. Der Name stammt von der Garten- und Landwirtschaftsausstellung „agra“, die ab 1948 über fünfzig Jahre hier stattfand; allein 1969 kamen 750.000 Besucher. Heute finden auf dem Gelände das Wave-Gotik-Treffen und jeden Oktober eine Nachstellung der Völkerschlacht bei Leipzig statt.
Das Messegelände wird von der Bornaischen Straße aus angefahren, mit etwa 2.500 Parkplätzen; die B 2 überquert das Gelände auf einer Hochstraße. Die Straßenbahnlinie 11 hält am Haupteingang, und die S-Bahn-Linien S5/S5X, S6 sowie S4 (Hauptverkehrszeit) bedienen Markkleeberg und Markkleeberg-Nord. Der Bus 108 umfährt das Gelände stündlich.
Die Wassermühle an der Mühlpleiße gehört zu den Denkmälern des Landschaftsparks, neben dem Torhaus Dölitz von 1672 und dem Weißen Haus von 1897, der ehemaligen Herfurth-Villa. Im Park liegt zudem das Deutsche Fotomuseum.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.123 Mitwirkenden weltweit.