Schloss Münchhausen, Herrenhaus in Bodenwerder, Deutschland
Schloss Münchhausen ist ein langgestrecktes dreigeschossiges Herrenhaus, das von 1603 bis 1609 in Bodenwerder erbaut wurde, vermutlich von Johann Hundertossen aus Hameln für Statius von Münchhausen. Die Gewände von Fenstern und Türen sind in Renaissanceornamentik gearbeitet, das Dach ist mit Sollingplatten gedeckt. Über der Eingangstür hängt ein in Sandstein gemeißeltes Familienwappen mit den Initialen Georg Otto von Münchhausens und seiner Frau sowie dem Wahlspruch „Mine Borg ist God“.
Das Schloss entstand zwischen 1603 und 1609 als Bau des wohlhabenden Kaufmanns Statius von Münchhausen und diente zunächst der Verwaltung des Landgutes. Seit 1936 fungiert es als Rathaus von Bodenwerder und erfüllt damit eine zentrale Rolle in der städtischen Verwaltung.
Das Schloss war die Heimat des Barons Hieronymus von Münchhausen, dessen phantastische Abenteuergeschichten ihn im 18. Jahrhundert berühmt machten. Die Verbindung zur literarischen Figur prägt bis heute die Identität des Ortes und zieht Besucher an, die die Geschichte dieser außergewöhnlichen Erzählungen erkunden möchten.
Das Gebäude ist heute Sitz der Stadtverwaltung und prägt das zentrale Ortsbild von Bodenwerder. Besucher können von außen die Architektur bewundern und das Anwesen als Teil eines umfassenderen Ensembles mit weiteren historischen Bauten erkunden.
Das sandsteinerne Familienwappen über der Eingangstür ließ Georg Otto von Münchhausen anbringen, der den Rittersitz geerbt hatte; es zeigt seine Initialen, die seiner Frau und den Wahlspruch „Mine Borg ist God“. Sein Sohn Hieronymus, 1720 im Haus geboren, starb dort 1797.
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