AMCO-Fabrikerweiterungsgebäude, Industrielles Denkmalgebäude in Kirchbrak, Deutschland.
Das AMCO-Fabrikerweiterungsgebäude ist eine dreigeschossige Industrie-Erweiterungsanlage in Kirchbrak aus Stahl und Beton, die durch durchgehende horizontale Fensterbänder geprägt ist. Die Gebäudekonstruktion ruht auf flachen Dächern aus Hohlblöcken mit vier Meter hohen Stockwerken und einer eingeschossigen Nordseite-Erweiterung.
Das Gebäude entstand zwischen 1925 und 1926 als Erweiterung für die Holzverarbeitungsfirma August Müller & Co., geplant von den prominenten Architekten Walter Gropius und Ernst Neufert. Der Bau war ein früher Ausdruck der neuen Bauhausbewegung im Kontext der Industriearchitektur.
Das Gebäude zeigt die klare, geometrische Formensprache des Funktionalismus, die sich in den durchgehenden Fensterbändern und den glatten Wandflächen widerspiegelt. Diese Designweise war für die Arbeiter im Inneren praktisch gedacht und machte das Gebäude zu einem Symbol für moderne Produktion.
Das Gebäude ist von außen einsehbar und seine flache Dachkonstruktion mit den gleichmäßigen Stockwerkshöhen ermöglicht eine gute Übersicht über die Gesamtform. Besucher können die geometrische Komposition am besten von der Fassadenseite erfassen und die Funktion des Industrie-Baus verstehen.
Das Gebäude wurde erst 2019 während des Bauhaus-Jubiläums einer breiteren Öffentlichkeit bekannt und erhielt daraufhin seinen Schutzstatus von der Niedersächsischen Denkmalbehörde. Dies zeigt, wie wichtige industrielle Bauten lange Zeit unbeachtet bleiben können, bevor sie als Kulturerbe erkannt werden.
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