Glindower Alpen, Naturschutzgebiet in Werder, Deutschland.
Glindower Alpen ist ein rund 119 Hektar großes Naturschutzgebiet südöstlich von Glindow und nordwestlich von Petzow, beides Ortsteile von Werder (Havel) in Brandenburg. Es umfasst das ehemalige Tonabbaugelände der Erdeberge, dessen Abraumhalden aus Jahrhunderten der Ziegelherstellung bis zu vierzig Meter tiefe Schluchten bilden. Deren Hänge tragen wenig bewirtschafteten Mischwald aus Berg- und Spitzahorn, Hainbuche, Winterlinde, Esche, Rotbuche und Robinie; Totholz bleibt liegen und ist von Moosen und Flechten überzogen.
Jahrhundertelang wurde am Erdeberge südöstlich von Glindow Ton für die örtliche Ziegelindustrie abgebaut; die zurückgelassenen Abraumhalden formten die Schluchten und Kuppen des Geländes. Das rund 119 Hektar große Gebiet zwischen Glindow und Petzow wurde mit Verordnung vom 30. Juni 1995 unter der Kenn-Nummer 1163 zum Naturschutzgebiet erklärt.
Der Name Glindower Alpen verweist auf das ehemalige Tonabbaugelände der Erdeberge, dessen Abraumhalden aus der Ziegelindustrie ein Relief mit bis zu vierzig Meter tiefen Schluchten schufen. Zu sehen sind heute mesophile Mischwälder aus Berg- und Spitzahorn, Hainbuche, Winterlinde, Esche, Rotbuche und Robinie, in denen Totholz liegen bleibt und von Moosen und Flechten überwuchert wird. Am Grund der Schluchten sind kleine Gewässer von Teichlinsen überzogen.
Es empfiehlt sich, auf den markierten Wegen zu bleiben, da einige Bereiche empfindliche Lebensräume beherbergen, die durch Betreten leicht beschädigt werden können. Bei Regen können Teile der Wege rutschig oder schwer begehbar werden, daher ist trockenes Wetter am besten geeignet.
Der Name „Glindower Alpen" ist eine lokale Scherzbenennung für ein Gebiet, das keine Berge hat, sondern leicht hügeliges Sandgelände. Dieser Humor zeigt, wie die Bewohner der Region ihre Landschaft liebevoll wahrnahmen, auch wenn sie flach wirkt.
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