Städtisches Obdachheim, Denkmalensemble in Prenzlauer Berg, Deutschland.
Die Palme ist ein Gebäudeensemble aus roten und gelben Backsteinen, das im Nordosten Berlins mehrere verbundene Strukturen bildet. Die Anlage umfasste ursprünglich etwa 40 Schlafsäle für Einzelpersonen sowie separate Bereiche für Familien und bot Obdachlosen Unterkunft und tägliche Mahlzeiten.
Das Obdach entstand 1886 in der Fröbelstraße 15 nach Plänen des Stadt-Baurats Hermann Blankenstein, ausgeführt von Fritz Haack und Weber, und wurde 1893–1895 durch Vincent Dylewski und Max Knopff erweitert. Erst 1940 wurde es in ein Krankenhaus umgewandelt, nicht schon bei der Gründung. Ab dem 27. Dezember 1911 starben siebzig Obdachlose an einer Vergiftung ungeklärter Ursache.
Die Anlage zeigt, wie man Anfang des 20. Jahrhunderts versuchte, verschiedene Personengruppen unter einem Dach unterzubringen. Die Aufteilung in getrennte Bereiche für Einzelne und Familien ist auch heute noch in der Grundstruktur erkennbar.
Der Ort liegt in Pankow und ist von mehreren Straßen aus zugänglich, wodurch er gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Die Gebäude können von außen betrachtet werden, und das Ensemble zeigt seine architektonische Struktur klar von der Straße aus.
Der Name stammt von einer Palme, die einst am Eingang des Gebäudes stand und die Anlage zu einem wiedererkennbaren Wahrzeichen in Berlins Soziallandschaft machte. Dieses ungewöhnliche Erkennungsmerkmal für einen solch ernsten sozialen Ort zeigt, wie Menschen früher Gebäude durch alltägliche Details benannten.
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