Holtenauer Hochbrücken, Straßenbrücken in Kiel, Deutschland
Die Holtenauer Brücken sind zwei parallel verlaufende Stahlkonstruktionen, die den Nord-Ostsee-Kanal überspannen und die Stadtteile Wik und Holtenau verbinden. In einer Höhe von etwa 42 Metern ermöglichen sie Schiffe mit entsprechender Durchfahrtshöhe die Passage, während die Bundesstraße 503 auf beiden Bauwerken verläuft.
Die erste Brücke, die Prinz-Heinrich-Brücke, wurde 1912 eröffnet und ersetzte eine ältere Pontonbrücke über den damaligen Kaiser-Wilhelm-Kanal. Die zweite Brücke folgte später für den wachsenden Verkehr und die Anforderungen des modernen Schiffsverkehrs.
Die östliche Brücke ist nach den Olympischen Spielen von 1972 benannt, da sie speziell für die Segelwettbewerbe in Kiel gebaut wurde. Diese Namensgebung erinnert noch heute an ein großes internationales Ereignis, das die Stadt geprägt hat.
Beide Brücken können zu Fuß oder mit dem Fahrrad genutzt werden und bieten Fußgänger- sowie Radwege. Ein Aussichtsplatz an der südlichen Rampe ermöglicht es Besuchern, die Kanaldurchfahrten von Schiffen zu beobachten und die Konstruktion näher zu betrachten.
Im November 2022 beschädigte ein auf einem Frachtschiff montierter Hafenkran beide Brücken, da er die maximal zulässige Durchfahrtshöhe von 40 Metern überschritt. Dieser Vorfall zeigte die Zerbrechlichkeit dieser kritischen Verkehrsinfrastruktur und führte zu Diskussionen über Sicherheitsvorkehrungen.
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