Holtenauer Hochbrücken, Straßenbrücken in Kiel, Deutschland
Die Holtenauer Hochbrücken sind zwei parallele Straßenbrücken aus Beton über den Nord-Ostsee-Kanal, die die Kieler Stadtteile Wik und Holtenau verbinden. Die westliche Prinz-Heinrich-Brücke (1911/1995) ist bereits die zweite dieses Namens an dieser Stelle, die östliche Olympiabrücke stammt von 1972. Jede trägt zwei Fahrstreifen der Bundesstraße 503 und einen Bürgersteig für Fußgänger und Radfahrer; die Durchfahrtshöhe beträgt 42 Meter.
Die erste Prinz-Heinrich-Brücke, eine von Friedrich Voß entworfene Stahlfachwerkbrücke, wurde nach Bau 1909–1911 am 28. September 1912 eröffnet und ersetzte eine seit 1894 genutzte Prahmdrehbrücke. Nach Verschleiß und einer Schiffskollision 1988 wurde sie 1992 abgerissen. Die Olympiabrücke entstand 1969–1972 östlich daneben und wurde am 11. Juli 1972 für die Kieler Olympia-Segelwettbewerbe freigegeben.
Die östliche Brücke ist nach den Olympischen Spielen von 1972 benannt, da sie speziell für die Segelwettbewerbe in Kiel gebaut wurde. Diese Namensgebung erinnert noch heute an ein großes internationales Ereignis, das die Stadt geprägt hat.
Jede Brücke trägt zwei Fahrstreifen der Bundesstraße 503 sowie einen Bürgersteig für Fußgänger und Radfahrer. An der östlichen Südrampe der Fahrbahn Richtung Holtenau liegt ein Parkplatz für Touristen und Shipspotter, von dem aus ein barrierefreier Zugang zum Fußweg der Olympiabrücke besteht. Von diesem Fußweg sind das nordöstliche Ende des Kanals und die Kieler Schleusen zu sehen.
Die Olympiabrücke wurde 1969–1972 gebaut, um die erste Prinz-Heinrich-Brücke zu entlasten, weil für die Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele 1972 in Schilksee mehr Verkehr erwartet wurde. Die Freigabe erfolgte am 11. Juli 1972. Vom Fußweg, der vom Parkplatz an der östlichen Südrampe barrierefrei erreichbar ist, sieht man das nordöstliche Ende des Kanals und die Kieler Schleusen.
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