Questenbaum, Eichenstamm mit einem aufgesetzten Radkreuz auf einer Klippe im Südharzer Ort Questenberg
Der Questenbaum ist ein geschälter Eichenstamm auf einer steilen Felswand bei Questenberg, auf dem oben ein einfaches Holzkreuz befestigt ist. An der Spitze des Stammes hängen kleine Äste wie ein Busch, und auf beiden Seiten des Kreuzes sind zwei kleine Birkenzweige angebracht.
Der Questenbaum hat Wurzeln in alten Markierungspraktiken, als Bäume heilige oder bedeutende Orte kennzeichneten und Schutzqualitäten zugewiesen bekamen. Das Holz wird etwa alle zehn Jahre erneuert, was eine lange Tradition der Instandhaltung und Gemeinschaftspflege widerspiegelt.
Der Questenbaum ist mit alten germanischen Vorstellungen vom Weltenbaum verbunden, die Himmel und Erde verbinden. Die jährliche Dekoration mit Birkenzweigen beim Questenfest zeigt, wie die Gemeinde diese Symbolik bis heute lebendig erhält.
Der Questenbaum steht auf einer Felswand und ist an den Felsen angebracht, daher ist er von unten oder aus einiger Entfernung sichtbar. Beste Zeit für einen Besuch ist das Questenfest am Pfingstmontag, wenn die Gemeinde sich zum Feiern versammelt und der Baum frisch dekoriert ist.
Das Holz wird von der Gemeinde selbst erneuert, nicht von außen gepflegt, was zeigt, wie tief die Tradition in der lokalen Kultur verwurzelt ist. Diese Selbstversorgung macht den Questenbaum zu einem lebenden Zeugnis dafür, dass die Bewohner diese Symbolik aktiv am Leben erhalten.
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