Gipskarstlandschaft Questenberg, Naturschutzgebiet in Südharz, Deutschland.
Die Gipskarstlandschaft Questenberg ist ein 1996 ausgewiesenes Naturschutzgebiet von 3.891 Hektar entlang des Zechsteingürtels zwischen Uftrungen und Wettelrode. Es umfasst Erdfälle, Dolinen, Ponore wie die Dinsterbachschwinde, Karstquellen und den Bauerngraben, ein 350 Meter langes und 100 Meter breites Schwindenbecken mit dem größten episodischen Gipskarstsee Mitteldeutschlands. Buchen- und Eichenwälder bedecken weite Teile, und alte Kupferschieferhalden sind noch sichtbar.
Das Gebiet wurde seit dem Mittelalter von Kupferbergbau geprägt, wobei Abraumhalden die natürliche Oberfläche veränderten und bis heute sichtbar sind. Diese Bergbauaktivitäten haben den Landschaftscharakter nachhaltig beeinflusst und hinterließen dauerhafte Spuren in der Geologie.
Das Schutzgebiet liegt im Südharzer Zechsteingürtel, und der Karstwanderweg Südharz durchquert es mit einem Teilstück. Der Name Questenberg verweist auf das nahe gelegene Dorf in den Gemeinden Südharz, Berga und Sangerhausen. Die alten Kupferschieferhalden, auf denen sich Schwermetallrasen angesiedelt hat, zeugen vom früheren Bergbau der Region.
Mehrere Wanderwege durchziehen das Schutzgebiet und ermöglichen Besuchern, die verschiedenen Landschaftsmerkmale zu erkunden. Herunterladbare GPS-Daten und Karten helfen bei der Planung und Navigation, um sich in dem Gelände sicher zu bewegen.
Der größte episodische Gipskarstsee Mitteldeutschlands liegt im Bauerngraben, einem rund 350 Meter langen und 100 Meter breiten Schwindenbecken südöstlich von Breitungen am Fuße des Wurmbergs. Von Norden mündet der Glasebach hinein; wenn das Wasser abfließt, bleibt der Beckenboden trocken.
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