Wasserturm Ostkreuz, Wasserturm in Friedrichshain-Kreuzberg, Deutschland.
Der Wasserturm Ostkreuz ist ein Backsteinbau mit zylindrischer Form aus dem frühen 20. Jahrhundert und ragt 59 Meter in die Höhe. Die Struktur zeigt klare industrielle Merkmale mit roher Materialität, die typisch für Berlins Baustil dieser Zeit ist.
Der Turm wurde zwischen 1909 und 1912 nach Plänen von Karl Cornelius gebaut, um die Eisenbahn mit Wasser zu versorgen. Die Fertigstellung fiel in eine Zeit großer Infrastrukturausbau in Berlin, als solche Bauten das Rückgrat der modernen Stadt bildeten.
Das Bauwerk steht für die Zweckarchitektur der Industrialisierung und zeigt, wie Berlin neue Infrastrukturen für ihre wachsende Stadt schuf. Menschen erkennen an solchen Bauten noch heute, welche technischen Lösungen früher erfunden wurden, um den Alltag zu bewältigen.
Der Turm kann das ganze Jahr über von außen besichtigt werden und wirkt beeindruckend aus den verschiedenen Blickwinkeln des Viertels. Das Innere ist nur bei speziellen Tagen des offenen Denkmals zugänglich, was eine gute Gelegenheit bietet, die ursprünglichen technischen Anlagen zu sehen.
Im Inneren sind noch die originalen Stahlwassertanks und Druckregelungsmechanismen von 1912 vorhanden und funktionieren teilweise noch heute. Diese erhaltenen Systeme zeigen, wie clever Ingenieure damals Wasser speicherten und verteilten, ohne moderne Technologie zu nutzen.
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