Holzkirche Schönebeck, Lutherische Kirche in Vegesack, Deutschland
Die Holzkirche Schönebeck ist ein Kirchengebäude in Vegesack mit einer charakteristischen zeltförmigen Holzstruktur und einem separaten Glockenturm. Das Dach und die Wände bestehen vollständig aus Holz, während im Inneren schlichte hölzerne Sitzbänke vorhanden sind.
Das Gebäude entstand 1964 als provisorische Lösung während der Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland. Der Architekt Helmut Duncker entwarf die Kirche als schnelle und wirtschaftliche Antwort auf den damaligen Bedarf an neuen Gotteshäusern.
Die Schönebecker nennen sie Holzkirche; ihre Zeltform geht auf den Typenentwurf des Düsseldorfer Architekten Helmut Duncker zurück, aus vorgefertigten Holzteilen. Solche mobilen Kirchen hießen nach schwedischem Vorbild auch „Schwedenkirchen“. Als 1967 die St.-Magni-Kirche fertig war, demonstrierten die Schönebecker für den Erhalt ihrer Holzkirche.
Die Kirche wurde am 4. Juni 2023 entwidmet und im September 2026 sorgfältig zerlegt und ins Museumsdorf Cloppenburg transportiert, wo sie wieder aufgebaut werden soll. Glocke und Inventar blieben erhalten. Auf dem Platz in Schönebeck plant das Lilge-Simon-Stift einen Neubau mit Multifunktionsraum; die Holzkirche ist dort also nicht mehr zu sehen.
Die Schönebecker Holzkirche war eine von fünf mobilen Holzkirchen im Raum Bremen nach dem Typenentwurf Helmut Dunckers, die nach schwedischem Vorbild als „Schwedenkirchen“ bekannt waren. Von den in den 1960er Jahren in Bremer Neubaugebieten errichteten Montagekirchen blieb sie als einzige bis 2024 erhalten. Im September 2026 wurde das zerlegte Gebäude zum Museumsdorf Cloppenburg transportiert, wo es wieder aufgebaut werden soll; Glocke und Inventar blieben in Bremen.
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