Köritzhof, Fachwerkhaus in Buchholz-Kleefeld, Deutschland.
Der Köritzhof ist ein Bauernhaus in Buchholz-Kleefeld mit sichtbarem Fachwerk, steil geneigten Giebeldächern und gotischen Spitzbögen, die durch dicht gesetzte Wandpfosten an beiden Giebeln entstehen. Das Hauptgebäude beherbergt unter einem großen Walmdach Wohnräume und Wirtschaftsgebäude in einem Komplex, während ein separates kleineres Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert für ältere Familienmitglieder errichtet wurde.
Der Köritzhof wurde 1619 erbaut, kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg, und ist das älteste datierte Agrargebäude im Hannover-Gebiet. Er wurde von einem Siedler aus Brandenburg gegründet und steht als bedeutendes Zeugnis der frühen Landwirtschaftskultur dieser Region.
Das Eingangsbalken trägt eine traditionelle deutsche Inschrift aus dem Jahr 1619, die göttlichen Schutz und Segen für alle erfleht, die das Haus betreten und verlassen. Solche religiösen Sprüche sind typisch für Bauernhäuser dieser Zeit und zeigen die Frömmigkeit der damaligen Bewohner.
Das Gebäude liegt in einem Wohngebiet und ist von außen zugänglich, obwohl es sich um ein privates Denkmal handelt. Es empfiehlt sich, die Fassade von der Straße aus zu betrachten, um die charakteristische Holzrahmen-Konstruktion und die Inschriften am Eingang zu erkennen.
Der innere Grundriss ist seit 1619 unverändert erhalten geblieben und zeigt eine besondere Funktion: seitliche Erweiterungen namens Kübbungen dienten als Stallbereiche für Rinder. Diese Konstruktion ermöglichte es, Wohnbereich und Viehbestand unter Kontrolle und in räumlicher Nähe zu halten.
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