Gleishalle des Paketpostamtes, Güterschuppen in Neuhausen, München, Deutschland
Das Briefzentrum München ist ein großes Postverteilzentrum in der Neuhausener Straße, das mit seiner markanten Halle Briefe und Pakete verarbeitete. Die beeindruckende Stahlbetonkonstruktion bot ausreichend Platz für spezialisierte Sortieranlagen und wurde als modernes logistisches Zentrum der Nachkriegszeit geplant.
Das Gebäude wurde zwischen 1965 und 1969 errichtet und war zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung die weltweit längste Halle aus vorgefertigten Betonteilen. Es entstand als Antwort auf das steigende Postaufkommen der Nachkriegszeit und dokumentiert den technologischen Optimismus dieser Epoche.
Die Ingenieure Rudolf Rosenfeld und Herbert Zettel entwarfen diese Anlage mit Ulrich Finsterwalder und Helmut Bomhard für den Eisenbahnpostbetrieb.
Das Gebäude liegt in der Neuhausener Straße und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen ehemaligen Industriebau handelt und der Innenraum für Besichtigungen je nach Veranstaltungen oder Führungen zugänglich ist.
Die Konstruktion nutzte ein revolutionäres System von vorgefertigten Betonelementen, das unter der Leitung von Strukturingenieurs Ulrich Finsterwalder entwickelt wurde. Diese Bautechnik war bahnbrechend und setzte neue Standards für industrielle Bauweisen in der Architektur der 1960er Jahre.
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