Stiftskirche der Augustinerchorherren St. Sixtus und St. Sebastian - Inseldom, Romanische Kathedrale auf der Insel Herrenchiemsee, Deutschland.
Die Stiftskirche ist eine romanische Basilika mit hohem Mittelschiff, Seitenschiffeln und Emporen, errichtet im 17. Jahrhundert in Wandpfeiler-Bauweise. Das Innere besticht durch seine ausgedehnten Räume und die aufwendige barocke Ausstattung mit Stuck und Wandmalereien.
Das Gebäude war ab 1215 das Zentrum des Bistums Chiemsee, bis dieses 1807 in der Säkularisierung aufgelöst wurde. Mit dem Ende des Bistums endete auch die Funktion dieser Kirche als kirchliches Verwaltungszentrum.
Die Barockfresken und Stuckarbeiten stammen von Künstlern der Graubündner Schule und prägen bis heute das Innere des Gebäudes. Diese Dekoration zeigt den Reichtum und die künstlerische Ansprache, die die Kirche während ihrer religiösen Blütezeit anstrebte.
Das Gebäude ist von April bis Oktober zugänglich und wird auf Führungen erkundet, wobei ein Aufzug barrierefreien Zugang zu allen Bereichen bietet. Besucher sollten sich auf die Öffnungstage informieren und ausreichend Zeit für die Besichtigung einplanen.
Unmittelbar nach der Säkularisierung wurde das Gebäude 1818 zu einer Brauerei umgenutzt, die die hohen Innenräume für die Bierproduktion bis 1917 nutzte. Diese ungewöhnliche Verwendung einer ehemaligen Kirche zeigt die pragmatische Anpassung an neue Zeiten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.