Schloss Niederaichbach, Schloss in Niederaichbach, Deutschland.
Schloss Niederaichbach ist eine Schlossanlage in Bayern mit zwei Wohnflügeln, einem Eckturm und cremefarbenen Fassaden, die typisch bavarische Architektur zeigen. Das Gelände umfasst mehrere Höfe, Wirtschaftsgebäude und Ställe, die ein geschlossenes Viereck mit integriertem Torhaus bilden.
Niederaichbach wurde 1444 zur Hofmark erhoben, 1507 erhielt Siegmund von Königsfeld endgültig die Hofmarkrechte. Das Geschlecht der Königsfeld, dem 1686 der Titel „erblicher Reichsgraf“ verliehen wurde, starb 1737 aus; die Witwe heiratete einen Grafen von Closen. Ab 1762 besaßen die Grafen von Freyen-Seyboltstorff den Besitz, bis ihr Patrimonialgericht durch Gesetz vom 4. Juni 1848 aufgehoben wurde. 1925 übernahm Prinz Ludwig Philipp von Thurn und Taxis das Schloss, das über seine Tochter Iniga an die Fürsten von Urach ging.
Der Name des Schlosses geht wohl auf das Adelsgeschlecht der Aichpeckhen zurück, das bis 1334 hier ansässig war. 1444 wurde Niederaichbach zur Hofmark erhoben, 1507 erhielt Siegmund von Königsfeld endgültig die Hofmarkrechte. Später diente das Schloss als Drehort für das fiktive Kloster Kaltenthal in der TV-Serie Um Himmels Willen.
Die Anlage bildet einen Vierseithof: der Wohntrakt mit zwei Flügeln und Eckturm, die Remise und Wirtschaftsgebäude des 19. Jahrhunderts sowie westlich der Wirtschaftshof. Nördlich liegen die erhaltenen Teile des Parks und die Auffahrtsallee. Die Gebäude sind in Privatbesitz und daher von außen entlang der umgebenden Wege zu sehen.
Das Schloss diente als Drehort für das fiktive Kloster Kaltenthal in der Fernsehserie Um Himmels Willen. Die Anlage ist zudem als Bodendenkmal geführt; im Untergrund erhalten sind Spuren von Vorgängerbauten und älterer Bauphasen.
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