Fürst-Anselm-Allee, Denkmalgeschützte Allee in Regensburg, Deutschland.
Die Fürst-Anselm-Allee ist eine Ringpromenade, die um die Altstadt Regensburgs verläuft und auf dem Gelände alter Stadtmauern gebaut wurde. Der Weg wird von großen Bäumen gesäumt und bietet grüne Wiesen sowie Blicke auf die Gebäude der historischen Altstadt.
Ein Fürst aus dem Haus Thurn und Taxis ließ diese Allee Ende des 18. Jahrhunderts anlegen, um die mittelalterlichen Befestigungen in einen grünen Landstrich zu verwandeln. Dieser Umbau war Ausdruck einer neuen Idee, wie Städte mit ihren alten Mauern umgehen konnten.
Die Allee trägt den Namen des Fürsten Karl Anselm von Thurn und Taxis, der ihre Anlage 1779 bis 1781 finanzierte; ein Ratsdekret von 1779 legte den Namen fest, und es wurde eine Gedenkmedaille mit seinem Brustbild geprägt. Die Bürger hatten auf dem Gelände zuvor Ziegen und Schafe weiden lassen, Wäsche getrocknet und Holz gesammelt, weshalb der Rat drastische Strafen verhängte und sogar drohte, die Weidetiere abzuschießen.
Die Allee ist das ganze Jahr über zugänglich und man kann sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Wer gemütlich spazieren möchte, findet überall Bänke und schattige Plätze unter den alten Bäumen.
Der Verlauf der Allee zeichnet noch heute die mittelalterliche Stadtmauer Regensburgs nach: Sie wurde 40–50 m vor der damals vollständig erhaltenen Mauer auf dem Streifen der zehn verfallenen Vorwerke angelegt. Fürst Karl Anselm finanzierte sie 1779 bis 1781 selbst; 50 Mann und 4 Fuhrleute waren zwei Jahre mit den Erdarbeiten beschäftigt, die Gesamtkosten betrugen über 12.000 Gulden.
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