Erhardikapelle, Religiöse Kapelle im historischen Zentrum, Regensburg, Deutschland.
Die Erhardikapelle steht in der Erhardigasse, acht Stufen unter dem heutigen Straßenniveau, in einem durch quadratische Säulen in drei Schiffe geteilten Raum. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts als Erdgeschoss eines zweigeschossigen Gebäudes erbaut, nicht als Krypta. Ihre neuromanische Fassade von 1892 mit einem von dreiteiligen Bogenfenstern flankierten Portal enthält Spolien aus dem Kreuzgang der Regensburger Schottenkirche.
Die in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts erbaute Kapelle war ursprünglich das Erdgeschoss eines zweigeschossigen Gebäudes, keine Krypta, obwohl sie heute acht Stufen unter dem Straßenniveau liegt. Das profane Obergeschoss wurde 1954 abgerissen. 1892 restaurierte Georg Dengler den säkularisierten Bau für die Nutzung als Kirche und versah ihn mit einer neuromanischen Fassade auf heutiger Straßenhöhe.
Die Kapelle ist dem heiligen Erhard geweiht; das Mosaik hinter dem Altar aus der Restaurierung von 1892 gibt seine Darstellung aus dem Uta-Codex des 11. Jahrhunderts wieder. Das Bauwerk gehört zum Bistum Regensburg und ist unter der Denkmalnummer D-3-62-000-38301 in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.
Die Kapelle liegt acht Stufen unter dem heutigen Straßenniveau und wird über die Erhardigasse in der Regensburger Altstadt betreten; der Treppenabgang ist der einzige Zugang. Der untere Raum bleibt auch im Sommer kühl, eine Jacke ist sinnvoll. Die neuromanische Fassade mit dem Portal liegt auf Straßenhöhe, das Altarmosaik befindet sich im tiefer gelegenen Raum.
Die dreiteiligen Bogenfenster beidseits des Portals sind Spolien aus dem Kreuzgang der Regensburger Schottenkirche, eingefügt in die neuromanische Fassade von 1892 unter Georg Dengler. Das Mosaik hinter dem Altar stammt ebenfalls aus dieser Restaurierung und gibt die Darstellung des heiligen Erhard aus dem Uta-Codex des 11. Jahrhunderts wieder.
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