Siegfried-Grab, Archäologisches Monument am Torturmplatz in Worms, Deutschland.
Das Siegfried-Grab besteht aus zwei aufrechten Sandsteinblöcken, jeweils etwa vier Meter hoch, die auf einer Grünfläche am Torturmplatz stehen. Die Steine markieren einen prähistorischen Hügelgräber und sind Teil einer modernen künstlerischen Installation, die von 2003 stammt.
Im Jahr 1488 ordnete Kaiser Friedrich III. eine archäologische Untersuchung des Grabplatzes an, bei der Knochen und ein Schädel gefunden wurden. Diese frühe Ausgrabung prägte lange Zeit die Wahrnehmung des Ortes in der öffentlichen Diskussion über seine Authentizität.
Der Ort wird von der Legende des Drachentöters Siegfried geprägt, einer Figur aus den Nibelungen, die in der deutschen Volkstradition tief verwurzelt ist. Besucher sehen heute ein Denkmal, das diese mythische Verbindung bewahrt, auch wenn die historischen Grundlagen umstritten bleiben.
Das Monument liegt nahe den alten Stadtmauern von Worms und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Nibelungen-Museums. Der Ort ist leicht zu erreichen und bietet sich als Teil eines Rundgangs durch die historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt an.
Die heutigen Steine sind eine künstlerische Neuinterpretation, die neolithische Menhire referenziert und nicht die ursprünglichen Monolithen darstellt. Diese bewusste Nachschöpfung verbindet prähistorische Formensprache mit modernem Kontext in der Stadtlandschaft.
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