Schäferbuche, Naturdenkmal und bemerkenswerter Baum in Dobbin-Linstow, Deutschland.
Die Schäferbuche ist eine Rotbuche in der Feldmark der Gemeinde Dobbin-Linstow im Landkreis Rostock. Ihr Stamm misst über 8 Meter Umfang, der Baum ist 23 Meter hoch und zählt damit zu den größten bekannten Buchen Mecklenburg-Vorpommerns. Sie besteht aus ursprünglich drei Kernen, und in der verkrüppelten Rinde sind überwallte Verbissschäden von Wild oder Weidetieren zu sehen.
Die Buche wächst in dieser Region schon seit Jahrhunderten und wurde 1987 offiziell als Naturdenkmal registriert. Diese Unterschutzstellung dokumentiert den Wert des Baumes als wichtiges Zeugnis der Naturgeschichte der Region.
Der Name geht auf Schäfer und ihre Herden zurück, die unter der ausladenden Krone Schutz suchten. In der Hütewaldwirtschaft wurden Haustiere unter solche Bäume getrieben, um sie mit ihren Früchten zu füttern; in der verkrüppelten Rinde sind überwallte Verbissschäden durch Wild oder Nutztiere sichtbar.
Die Buche steht frei in der Feldmark bei Dobbin-Linstow; der Radweg Berlin–Kopenhagen, der einst an ihr vorbeiführte, wurde wegen der Gefahr durch einen herausgebrochenen Starkast verlegt. Man nähert sich über die Feldwege und hält Abstand zum Stamm, statt direkt unter der Krone zu stehen.
Die Buche ist polyklonal und besteht aus ursprünglich drei Kernen; ihr Alter wird auf etwa 300 Jahre geschätzt. Unklar ist, ob es sich um eine Büschelpflanzung oder natürliches Wachstum handelt. In der verkrüppelten Rinde sind überwallte Verbissschäden durch Wild- oder Nutztiere sichtbar.
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