Hofstraße 5, Historisches Museum und Architekturdenkmal in Dobbin-Linstow, Deutschland.
Das Museum in Hofstraße 5 ist ein traditionelles Bauernhaus aus dem Jahr 1947, das die Geschichte der Wolhynier Umsiedler dokumentiert. Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Zimmer des Gebäudes und zeigt Exponate zur Lebensweise dieser Familien.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges flohen zahlreiche zuvor in den Warthegau umgesiedelte Wolhyniendeutsche erneut; 73 Familien kamen nach Linstow und erhielten im Zuge der Bodenreform je rund 10 Hektar Ackerland. Eine dieser Familien errichtete 1947 dieses Wohnhaus. Die Gemeinde rekonstruierte es nach der Wende 1990 und eröffnete am 6. August 1993 das Museum.
Das Museum zeigt Namen und Gegenstände, die an die Familien erinnern, die nach dem Krieg hierher kamen und neue Wurzeln schlugen. Besucher können persönliche Gegenstände und Fotos sehen, die zeigen, wie diese Menschen ihr neues Leben aufgebaut haben.
Das Haus steht wenige Meter nordwestlich des Gutshauses Linstow auf einem eingefriedeten Grundstück, das über die Hofstraße erreichbar ist, die die Nebel überquert. Der Eingang liegt als kleine, hochrechteckige Tür an der Ostseite. Zum Ensemble gehören ein Erdkeller, ein Backofen, ein Ziehbrunnen, ein Gedenkstein und ein rund 3000 m² großer Freilandbereich sowie eine zwischen September 2004 und Mai 2005 ergänzte Bildungs- und Museumsscheune.
Das Gebäude wurde von den Neusiedlern selbst mit traditionellen Baumethoden errichtet, die sie aus ihrer Heimat mitbrachten. Diese handwerkliche Bauweise unterscheidet sich deutlich von modernen Konstruktionen und zeigt die Selbstständigkeit der Gemeinschaft.
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