Gutshaus Mahlenzien, Herrenhaus in Mahlenzien, Brandenburg, Deutschland.
Das Gutshaus Mahlenzien ist ein zweigeschossiger Putzbau in Ost-West-Längsachse, den die Familie von Schierstedt 1804 direkt vor der Dorfkirche im Stil des Klassizismus errichten ließ. Die Längsseiten haben acht Fensterachsen mit schlichten Rechteckfenstern, eingerahmt von Gesimsen, Faschen mit Schlusssteinen und auskragenden Fensterbänken. Das Dach weist Krüppelwalme auf und ist mit roten Biberschwänzen gedeckt; der Hofzugang liegt im Norden, zwei Gartenzugänge im Süden.
Das Gutshaus wurde 1804 erbaut und gehörte bis 1945 der Familie Schierstedt, bevor es während der Landreform nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet wurde. Nach der Enteignung durchlief das Gebäude mehrere Besitzerwechsel und Funktionswechsel, bis Renovierungsarbeiten seine ursprüngliche Substanz zu sichern begannen.
Die Dorfkirche Mahlenzien steht direkt neben dem Gutshaus, und die Familie von Schierstedt hatte das Kirchenpatronat inne; das Gut gehörte zum Komplex Dahlen. 1804 entstand ein zweistöckiger Putzbau mit acht Fensterachsen auf den Längsseiten, schlichten Gesimsen und aus Putz geformten Schlusssteinen über den Fenstern.
Das Gebäude befindet sich in Mahlenzien und ist von außen einsehbar, auch wenn es sich um ein privates Anwesen handelt. Besuchende sollten die Fassade aus der Straße betrachten und die Architektur von außen würdigen.
Das Gutshaus war lange Zeit eine Gemeindebibliothek für die örtliche Bevölkerung, bevor diese Funktion in den 1970er Jahren aufgegeben wurde. Dieser ungewöhnliche Weg eines Adelshauses zeigt, wie Gutshäuser ihre Rolle in der Gemeinde wandelten.
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