Villa Bischoff, Geschützte Villa in Vegesack, Deutschland
Villa Bischoff ist ein zweistöckiges Backsteingebäude mit fünfachsiger Fassade, Mansarddach und einem achteckigen Turm an der Weserstraße. Das Haus erstreckt sich über drei Ebenen mit Räumen voller architektonischer Details wie Holztäfelungen und geschnitzte Elemente.
Die Villa entstand 1886/87 für den Reeder Johann Diedrich Bischoff (1823–1893) nach Plänen von Ludwig Klingenberg und Hugo Weber. Sein Sohn Friedrich Bischoff zog nach der Heirat mit Marie Danziger ein, die das Haus als Hochzeitsgeschenk erhielt. 1910 verkaufte Friedrich es an Elisabeth Lange, Witwe des Kaufmanns Johann Lange; deren Nachkommen bewohnten es, 1984 wurde es unter Denkmalschutz gestellt.
Der Name des Argo-Zimmers im Erdgeschoss verweist auf das Schiff Argo, passend für das Haus des Reeders Johann Diedrich Bischoff. Die Schnitzereien stammen vom Vegesacker Bildhauer Nikolaus Bunkenborg, der große Salon besitzt hochwertige Holztäfelungen. Die geschwungene Treppe verbindet diese Räume.
Das Gebäude ist von außen gut zu sehen und zeigt seine typischen Merkmale eines wohlhabenden Wohnhauses aus dieser Epoche. Besucher sollten die Details der Fassade und des Turms aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, um die Architektur vollständig zu würdigen.
Per Leo, ein Urenkel von Heinrich Leo, machte das Haus in seinem Roman Flut und Boden (2014) zu einer Hauptfigur. Das Buch folgt seinem Großvater Friedrich und dessen älterem Bruder Martin, einem »denkbar ungleichen Brüderpaar«, das seine Kindheit in der Villa verbrachte.
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