Matthiasturm, Torturm in Bautzen, Deutschland
Der Matthiasturm ist ein Torturm und der Hauptzugang zur Ortenburg in Bautzen; er entstand bei den Bauarbeiten von 1483 bis 1486. An seiner stadtseitigen Front sitzt ein neun Meter hohes und vier Meter breites Sandsteinrelief des Königs Matthias Corvinus, das durch die Inschriften MATHIAS REX und ANNO MCCCCLXXXVI auf 1486 datiert ist. Zwei große Spitzbogenfenster im zweiten Obergeschoss zeigen die Lage der einstigen St.-Georgs-Kapelle an.
Der Matthiasturm entstand zwischen 1483 und 1486 als einziger bedeutender Zugang zur Ortenburg. Ein Graben trennte die Burg von der Stadt; rechteckige Aussparungen im unteren Mauerwerk zeigen noch die Lage der Zugbrücken zur Schloßstraße. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Graben zugeschüttet und gleichzeitig das heutige Haupttor gegenüber dem Burgplatz durch die Mauer gebrochen.
Der Name stammt von dem neun Meter hohen und vier Meter breiten Sandsteinrelief König Matthias Corvinus an der stadtseitigen Front, das durch die Inschrift MATHIAS REX und ANNO MCCCCLXXXVI auf 1486 datiert wird. Der König sitzt unter einem Baldachin, die Füße auf einem Löwen, zwei Engel halten eine Krone über seinen Kopf, elf Wappenschilde umgeben ihn. Der Bildhauer Alajos Strobl fertigte 1896 eine Kopie für die Ausstellung zum ungarischen Millennium.
Der Turm ist der Hauptzugang zur Ortenburg von der Schloßstraße aus; rechteckige Aussparungen im unteren Mauerwerk zeigen noch die Lage der einstigen Zugbrücke. Der Graben wurde erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts zugeschüttet, als das heutige Haupttor gegenüber dem Burgplatz durch die Mauer gebrochen wurde. Der Durchgang ist begehbar, und der Raum der St.-Georgs-Kapelle im zweiten Obergeschoss ist zugänglich, aber nicht restauriert; das zerstörte Gewölbe ersetzt eine schlichte Balkendecke.
Im zweiten Geschoss befand sich früher die St. Georgs-Kapelle, erkennbar an zwei großen gotischen Fenstern, die nach einem Brand 1639 ihre Funktion verlor. Die Fenster sind noch heute sichtbar und zeugen von der einstigen religiösen Nutzung des Ortes.
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