Knauf-Museum Iphofen, Reliefkunstmuseum in Iphofen, Deutschland.
Das Knauf-Museum Iphofen nutzt das ehemalige fürstbischöfliche Rentamt am Markt, einen 1693 vollendeten Sandsteinbau mit Walmdach, der noch Stilelemente der ausgehenden Renaissance zeigt. Auf rund 900 m² zeigt es 250 Gipsrepliken antiker Reliefs von Mesopotamien und Ägypten über Griechenland, Rom und Altamerika bis Indien, abgeformt in den großen Museen der Welt und an den Originalstandorten.
1688 legte der Rat von Iphofen den Grundstein für den ersten Barockbau der Stadt; 1693 wurde das stattliche Sandsteingebäude mit Walmdach und einem von Fratzen gerahmten Portal als Rentamt vollendet. Es diente als Wirtshaus, ab 1723 als Amtshof und Kellerei des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn, später als Justiz- und Forstamt. 1967 erwarb Knauf den Bau, am 30. Juni 1983 eröffnete das Museum mit 150 Exponaten.
Das Museum wird von der Knauf Gips KG betrieben, dem Gipsunternehmen der Brüder Knauf, deren Namen es trägt. Die Sammlung geht auf eine Anregung des ägyptischen Archäologen Mohamed Abdelhay Abu Bakr an Alfons Knauf zurück: ein vergleichender Überblick über die großen Kulturen des Altertums. Seit 1987 vertiefen oder ergänzen Sonderausstellungen die Dauerausstellung.
Das Museum nutzt das ehemalige fürstbischöfliche Rentamt am Marktplatz von Iphofen; der Zugang liegt an der Seite des barocken Portals. Die Dauerausstellung umfasst rund 900 m², der Erweiterungsbau von 2010 bietet zusätzliche 400 m² für Sonderausstellungen. Ob die Räume stufenlos erreichbar sind, geht aus den Quellen nicht hervor; Besucher mit eingeschränkter Mobilität sollten sich vorab beim Museum erkundigen.
Viele der Gipsabgüsse wurden direkt von Originalen abgenommen, die in Museen auf der ganzen Welt aufbewahrt werden, darunter die Stele des Hammurabi aus Mesopotamien und die Grenzstele des Sesostris III. aus Ägypten. Wer diese Werke hier sieht, kann sie in Originalgröße und aus nächster Nähe betrachten, was in den Herkunftshäusern oft nicht möglich ist.
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