Ernst-Ludwigs-Heilstätte, Historische Heilanstalt in Sandbach, Deutschland.
Die Ernst-Ludwig-Heilstätte ist eine medizinische Einrichtung aus der Zeit um 1900 mit einer langen, drei Giebeltreppen aufweisenden Fassade, die Elemente der damaligen Baukultur bewahrt. Das Gelände umfasste auch Wirtschaftsgebäude mit Gemüsegärten und Ställen, die der Selbstversorgung des Betriebs dienten.
Die Heilstätte öffnete 1901 als Behandlungseinrichtung für Tuberkulosepatienten unter der Leitung der Invalidenversicherungsanstalt Großherzogtum Hessen. Sie war Teil einer neuen Bewegung, die großzügige, werkstattorientierte Anlagen als Weg zur modernen medizinischen Versorgung propagierte.
Die Einrichtung zeigt das frühe 20. Jahrhundert geprägte Verständnis von Heilung durch geordnete Arbeit und strukturierte Tagesabläufe. Besucher erleben hier noch heute, wie die räumliche Anordnung und Architektur den Alltag und die Behandlungsmethoden der damaligen Zeit widerspiegelte.
Die Anlage liegt auf einem großzügigen Gelände mit mehreren Gebäudegruppen, die beste Orientierung bietet das Erkunden längs der Hauptachsen. Bequemes Schuhwerk ist sinnvoll, da das Areal ausgedehnt ist und viel Bewegung erfordert.
Die Anlage wurde von Victor von Weltzien entworfen, der als Leiter der hessischen Staatsbauverwaltung tätig war und das Projekt für die Berliner Architekten Gropius & Schmieden leitete. Sein Entwurf zeigte schon damals fortschrittliche Ideen über die Verbindung von Gebäudedesign und therapeutischer Wirkung.
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