Hoher Stein, Grenzstein zwischen Bayern und Hessen, Deutschland
Der Hohe Stein ist ein Grenzstein auf dem 281 Meter hohen Grenzberg zwischen Bayern und Hessen, wo sich die Landkreise Wald-Amorbach, Hainstadt und Mömlingen an einer Sandsteinkante treffen. Das Denkmal steht an einem wichtigen Kreuzungspunkt und markiert bis heute die verwaltungstechnischen Grenzen zwischen verschiedenen Regionen.
Der Stein wurde 1668 errichtet, um die Grenzen zwischen drei Territorien zu markieren: das Erzstift Mainz, die Herrschaft Breuberg und das Kondominium Umstadt. Diese Markierung hielt sich als Grenzpunkt über Jahrhunderte, obwohl sich die politischen Machtverhältnisse mehrfach änderten.
Das Denkmal trägt verschiedene Wappen, darunter jenes des Erzbischofs von Mainz Johann Philipp von Schönborn auf der Ostseite und der Kurpfalz auf der Westseite. Diese Symbole zeigen die Macht der damaligen Herrschaften, die dieses Gebiet kontrollierten.
Das Monument ist über mehrere Wanderrouten erreichbar und liegt an einem wichtigen Punkt für Wanderer, die die regionale Topografie erkunden möchten. Die Lage auf einem Berg bedeutet, dass Besucher mit einem kurzen Anstieg rechnen sollten und gutes Schuhwerk sowie ausreichend Wasser empfohlen werden.
Neben dem Hauptstein steht ein kleinerer Stein, der die Veränderungen während der Napoleonischen Kriege dokumentiert und das Mainzer Rad sowie Buchstaben trägt, die das Großherzogtum Frankfurt kennzeichnen. Diese zusätzliche Markierung erzählt von einer turbulenten Zeit, als sich die Grenzen dieser Region radikal verschoben.
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