Hoher Stein, Grenzstein zwischen Bayern und Hessen, Deutschland
Der Hohe Stein ist ein Grenzstein auf dem 281 Meter hohen Grenzberg, einem Sandsteinrücken an der bayerisch-hessischen Grenze. Der größere, oben abgerundete Stein trägt die Jahreszahl 1668 und ein von zwei Figuren gehaltenes Wappen; der kleinere daneben zeigt einen von einer Diagonale durchzogenen Kreis mit den Buchstaben L, P, R und M. Beide sind graubraun, rau und teilweise bemoost.
Der Stein wurde 1668 errichtet, um die Grenzen zwischen drei Territorien zu markieren: das Erzstift Mainz, die Herrschaft Breuberg und das Kondominium Umstadt. Diese Markierung hielt sich als Grenzpunkt über Jahrhunderte, obwohl sich die politischen Machtverhältnisse mehrfach änderten.
Die Ostseite des größeren Steins trägt das Wappen des Mainzer Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn mit dem Schönbornschen Löwen im Herzschild, dem Mainzer Rad, dem Fränkischen Rechen und dem Wormser Schlüssel; aus dem barocken Wappen ragen gekreuzter Bischofsstab und Schwert. Die Westseite zeigt die Kondominats-Wappen von Kurpfalz und Hessen-Darmstadt. Der kleinere Stein trägt einen von einer Diagonale durchkreuzten Kreis mit den Buchstaben L, P, R und M.
Die Steine stehen auf dem abgeflachten Plateau des 281 m hohen Grenzbergs an der hessisch-bayerischen Landesgrenze; westlich verläuft die L 3413 von Wald-Amorbach nach Hainstadt, den östlichen Pass quert ein älterer Forstweg. Südlich der Steine führt der 1984 angelegte Starkenburger Klettersteig durch alte Hainstädter Sandsteinbrüche. Wenige Meter westlich liegt mit dem Bingerloch eine Sandsteindoline.
Die kleinere Steins zeigt einen von einer Diagonale durchzogenen Kreis, um den die Buchstaben L, P, R und M stehen, kein Mainzer Rad. Der Vermessungspunkt auf dem Grenzberg trägt die Nummer 281, dieselbe Zahl wie die Höhe des Berges in Metern.
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