Enkheimer Ried, Naturschutzgebiet in Frankfurt, Deutschland
Das Enkheimer Ried ist ein 28,23 Hektar großes Naturschutzgebiet am östlichen Rand des Frankfurter Stadtteils Bergen-Enkheim entlang des Tränkebachs. Kernstück ist der 4,5 Hektar große Riedteich, ein teilweise verlandeter Altarm von Main und Kinzig. Das Gebiet umfasst Feuchtwiesen, Schilfröhrichte sowie Erlen- und Weidenbestände; das Teichufer ist aus Gründen des Vogelschutzes für die Öffentlichkeit gesperrt.
Das Gelände entstand durch Torfabbau zwischen 1829 und 1864, wodurch sumpfiges Flussland des Mains in eine Reihe von Seen umgewandelt wurde. Diese Umgestaltung schuf neue Bedingungen, die zur Entstehung des heutigen Naturschutzgebietes führten.
Der Name Ried bezeichnet das einstige Sumpfgebiet. Das Schutzgebiet gehört zum Frankfurter Grüngürtel, und ein Abschnitt des Grüngürtel-Rad-Rundweges führt hindurch; das Ufer des Riedteichs ist jedoch zum Schutz von Vögeln und anderen Tieren für die Öffentlichkeit gesperrt.
Ein Abschnitt des Grüngürtel-Rad-Rundweges führt durch das Ried und am Ufer des Riedteichs entlang; das Ufer selbst ist aus Gründen des Natur- und Vogelschutzes für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Das Gebiet liegt zwischen der L 3209 im Norden und dem Enkheimer Wald im Süden, die A 66 verläuft rund einen Kilometer entfernt. Der Tränkebach, in Frankfurt Riedgraben genannt, wurde 1997 auf etwa 600 m renaturiert.
Die Teiche entstanden durch Torfabbau zwischen 1829 und 1864, als die Gemeinde Enkheim das Gebiet zu diesem Zweck verpachtet hatte; die Torfstiche waren bis zu fünf Meter tief. Bis 1924 wurde dort Eis gestochen; um die Ausbeute zu erhöhen, staute man das Wasser im Herbst auf und ließ das Schmelzwasser im Frühjahr wieder ab.
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